wie aus einer idee eine geflochtene speiche wurde – die geschichte von Pirope

Speichen werden grundsätzlich nur auf Zug beansprucht. Das lösst sich leicht erkennen, wenn man die dünnen Stahlspeichen sieht, die defintiv bei Druckbelastung unweigerlich verbiegen würden.

Und was nimmt man bekanntlich, wenn man etwas ziehen möchte? – Ein Seil!

Das haben auch schon die Brückenbauer erkannt und erfolgreich umgesetzt. Die Golden Gate Bridge, als eine der längsten Hängebrücken der Welt, setzt auf Seile.

Die Idee war gebohren, doch die Umsetzung hatte einen Knackpunkt: Anbindung an Nabe und Felge. Denn eine hochbelastbare und längentreue Verbindung zwischen Seil und Metall auf so engem Bauraum gab es bislang nicht.

Forschungs-gruppe

Dem Problem der Verbindung nahm sich Ingo Berbig und sein Forschungsteam an. Ingo ist heutiger Geschäftsführer der 2017 gegründeten PI ROPE GmbH und leidenschaftlicher Radfahrer und Juniorentrainer.

In seinen jungen Jahren war er aktiver Radfahrer in der Junioren-Bundesliga.

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Nach 5 Jahren Entwicklung das erste Produkt

Zu Beginn (2013) fand die Forschung an der TU Chemnitz statt, als mit den ersten fahrbaren Prototypen klar war, dass die PI ROPE Speiche funktioniert, wurde 2017 die GmbH gegründet und gemeinsam mit dem ersten Partner NEWMEN Components das Laufrad perfektioniert. 2018 war es dann so weit: Die PI ROPE Laufradsätze wurden auf der Eurobike in Friedrichshafen präsentiert.

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Auch Rückschläge muss man Einstecken können

Es bedurfte vieler Versuche, um den heutigen Qualitätsstandar zu erreichen. Der komplexe, mehrstufige Fertigungsprozess kombiniert mit nahezu ausschließich Handarbeit lies zu Beginn viele Fragen offen, warum die eine Speiche mehr aus hielt als die andere.

Die Speiche ist so konstruiert, dass sie sich bei ca. 2800-3000N zum Schutze der anderen Komponenten “opfert”. Zum Beispiel, wenn ein Ast ins Rad gerät.

"Nullserie" noch heute unterwegs

Max Holz, damaliger Fahrer beim German Technology Racing Team (GTR), war unser erster externer Testfahrer. Deutsche Meisterschaften, Etappenrennen in Frankreich, … und noch heute fährt dieser PI ROPE Laufradsatz – mit uneloxierten Naben und Speichen durch die Welt. Geschätzte Kilometerleistung: > 50 000km.

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PI ROPE -
[ˈpaɪ ˈɹoʊp]

Der Name PI ROPE entstand durch die erste Speiche, die damals noch eine, um die Nabe umschlungene Doppelspeiche war. Die Speiche zeichnete somit den Durchmesser des Laufrades. 𝜋 x d = Kreis -> PI x rope (Seil) = Laufrad. Leider hielt die Doppelspeiche den Qualitätsansprüchen nicht stand, aber der Name blieb.

Höchste Ansprüche

Von Anfang an war klar, das PI ROPE kein Massenprodukt werden wird.

Viel zu sehr hängen wir daran, ein rundum passendes Laufrad für anspruchsvolle Kunden im Hobby- und Leistungssport anzubieten.

Auch heute, 5 Jahre nach Verkaufsstart, werden alle Speichen noch von Hand gefertigt. Die Laufräder in liebevoller Handarbeit zusammengebaut und anschließend bis zur Perfektion zentriert. 

Klasse statt Masse!

So dauert der komplette Prozess vom Garn bis zum fertigen Laufrad ca. 11 Stunden, bevor wir es in deine Hände oder die des Händlers überlassen.

pressestimmen & tests

Neben vielen Kilometern auf unseren internen Testmaschinen und Trails, haben natürlich auch die bekannten Zeitschriften ein Auge auf uns geworfen und unsere PI ROPE Laufrädern zu verschiedenen Tests enführt.

Lest hier, was die Kenner der Radbranche zu PI ROPE sagen.