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Testbericht PI ROPE Speichen

Ein kleiner Testbericht von zwei Testern der geflochtenen PI ROPE Speichen auf dem Singltrek pod Smrkm, CZ.

Blick vom Smrk Turm

Material: Felge Ryde Trace 23 mm 29“, 32 Speichen, Steckachse 15 mm vorn und 12 mm hinten, Scheibenbremse, Hardtail Drössiger, Nabengeneration 2.5b2, Speichen 2.1
Material: Felge Ryde Edge 23 mm 27,5“, 28 Speichen, Steckachse 15 mm vorn und 12 mm hinten, Scheibenbremse, Fully Scott Contessa Spark RC 700. Nabengeneration 1.3b1, Speichen 2.1
Location: 1.Tag – Singltrek pod Smrkm, CZ; 2. Tag – Smrek, PL und Smrk, CZ
Terrain: Wald, Wiese, Steinige Abfahrten, Wurzeln, Matsch, geringer Anteil Asphalt
Bedingungen: Sonne, Temperatur um die 15 °C

Tag 1:
Zuerst deckten wir uns bei einem kurzen Zwischenstopp in einem Supermarkt in Polen mit allen notwendigen Dingen ein. Nach der Ankunft am Hotel haben wir uns sofort auf die Trails des Singltrek Nove Mesto Pod Smrkm begeben.
Nach einen kurzem Blick auf die Karte (Bild unten) haben wir uns entschieden, alle schwarzen und roten Trails auf der tschechischen Seite zu fahren.

Singltrek Karte
Singltrek pod Smrkm – Zwei Testräder mit PI ROPE Seilspeichen

Einem langsamen Einstieg mit leichter Steigung folgten kleinere Abfahrten. Die Speichen boten einen super Fahrkomfort. Nach einiger Zeit dann eine sehr lange Auffahrt auf Asphalt *keuch*.
Aus unserer Sicht gesehen ging es aber mit den Seilspeichen genügsam bergauf. Vielleicht subjektiv, aber für einen von uns ging es gefühlt weniger anstrengend als noch vergangenes Jahr mit den Stahlspeichen dem Ziel entgegen.

Der Anstrengung folgt nun die Belohnung: ein toller „schwarzer“ Trail bergab mit einigen interessanten Passagen. Wir hatten ein schnelles Ziel vor Augen – ein flott fahrender MTB Junkie. Mit Vertrauen in die Speichen ging es mit kräftigen Pedaltritten auf Verfolgungsjagd. Rechts, Links, Wurzeln, kurze Hügel, Wellen, bergab, hier ein Stein und eine Matschpfütze und dann ging er zur Seite, der MTB Junkie auf Stahlspeichen…

1:0 für die Seilspeichen

Nach einer kurzen Stärkung auf der Hubertka, während dieser die Speichen einige Blicke auf sich zogen ging es weiter. Links rein in den Hejnický Hřeben. Ein als schwarz markierter Trail mit einigen Steilkurven, Anliegern und kleinen Sprüngen und ganz viel „Flow“. Bergauf, Bergab immer im Schwung – Außer einer kleinen, etwas längeren, wurzeligen Waldauffahrt. Im Fahrverhalten fiel nichts Negatives auf. Komfort super. Gute Kontrolle. Direktes Lenken, Sprünge problemlos.
Wieder auf dem roten Trail angelangt waren da zwei E-Biker – Fullys; Vollvisierhelm und jeder Menge Leistung. Jeden Vorteil den Sie bergauf hatten konnten wir durch unser super abgestimmtes Material wieder egalisieren. Spannend wurde es bergab auf dem Part Nad Kyselkou. Wir haben sie ordentlich unter Druck gesetzt und konnten nur durch bremsen ein paar Zusammenstöße mit ihnen vermeiden. Vorbeilassen wollten sie uns aber nicht. Am Ende des Parts, an einem kleinen Gasthaus kamen wir ins Gespräch. Sie waren vollkommen erschöpft – wir nicht!

2:0 für die Seilspeichen (und das Gegen den harten Gegner: Strom)

Aber dann der Schreck. War es zu viel für die Speichen? – Nein! Nur ein Stein hat bei der rasanten Abfahrt den Reifen aufgeschlitzt. Eine Reparatur unterwegs? – Leider undenkbar.
Ein kurzer Check – die Speichen sind noch top i.O. kein Schaden zu sehen, obwohl wir sie ohne zusätzlichen Schutzmantel testen sehen sie noch perfekt aus.
Da der Reifen vor Ort nicht repariert werden konnte, ging es für einen von uns joggend zurück. Zum Glück sind die Laufräder so leicht.

Fazit für heute: 50km und 1100 Höhenmeter mit unseren Seilspeichen absolviert und wir konnten den von der MTB BIKE beschriebenen Flow-Traum spüren und bestätigen

2. Tag
Der Reifen ist repariert und wieder fahrbereit. Heute stehen ein paar wenige polnische Trails und der Smrk zum Ziel. Der Smrk ist mit 1.124m der höchste Berg im tschechischen Isergebirge. Zunächst ging es aber auf den polnischen Smrk, den Smrek. Anfangs noch mit Plan, fehlten aber irgendwann die Schilder und es ging querfeldein, bzw. besser gesagt durch den Wald und über Stein in Richtung Smrek.
Wir hatten unseren Spaß – „oder auch nicht“. Eine schier niemals enden wollende und unendlich steile Passage, bei der jeder Halt mit der Schwierigkeit des Wiederanfahrens verbunden war. Wir haben uns vergewissert, die Steigung hatte ca. 44444444440339 %. 😉

Smrek steiler Berg
Auf dem Weg zum Smrek

Wir haben das aber ohne Absteigen hinaufgetreten. Hier merkt man den Vorteil der PI ROPE Laufräder: Es wird direkt am „Rad“ – also der rotierenden Masse gespart, dies sorgt dafür, dass die Massenträgheit reduziert und somit die Beschleunigung erleichtert wird.

Smrek steiler Berg
Rotierende Masse zu sparen ist doppelt gut!

Ein hypermotivierter, schlaksiger Strampler wollte vor uns auf dem Gipfel ankommen, aber nicht mit uns. Nachdem wir ihm einen kleinen Vorsprung gegeben hatten, ein kurzer Antritt und sein Hinterrad war unser.

3:0 für die Seilspeichen
Die Aussicht auf dem Smrek war traumhaft. Sie entschädigte für die lange Bergauffahrt.
Die Überfahrt dann zum Smrk war mit Slalom fahren zu vergleichen, hier ein Wanderer, da ein Wanderer und dann ein Baum, ein Stein, ein Fels. Wir kamen an allem vorbei – An uns aber niemand.

Smrek PI ROPE
Über Stock und Stein…
Smrek PI ROPE 2
..und durch den Wald

Wir würden sagen: 4:0 für die Seilspeichen.
Der Smrk war dann eher ernüchternd. Außer uns befand sich dort nur ein einziger Radfahrer. Nachdem wir kurz die Aussicht auf dem Turm genießen konnten, entdeckten wir im Inneren ein Gipfelbuch in dem wir eine Noitz hinterlassen hatten. Erst später kamen wir auf die Idee, das als kleine Herausforderung für Euch zu sehen. Nähere Infos findet ihr auf unserer Facebookseite. Bergab folgten wir unbedacht einem Wanderwegweiser nach Nove Mesto Pod Smrkm. Dort wollten wir auch hin. Am Ende stellte sich allerdings heraus…

Radfahren gesperrt
Dieser Weg war wohl ungeeignet für Radfahrer

….Ups, scheinbar für Räder eher ungeeignet und ganz offensichtlich verboten. Das erklärt auch, die großen Felsen, die keineswegs radfahrfreundlich waren, nicht mal ein Downhiller hätte vermutlich hieran Freude gefunden. Aber wir haben es gemeistert. Noch ein kurzer Speichen Check: Alles i.O.

5:0 für die Seilspeichen.

Übrigens wurden zurück in der Heimat die Räder nachzentriert. Die objektive Untersuchung zeigte: seitliche Abweichung wenige Zehntel (+- 0,2 mm), Höhenschlag vernachlässigbar.

FAZIT: Der Ansatz direkt am Laufrad Gewicht einzusparen ist super. Trotz der denkbar flexiblen geflochtenen Speichen merkt man im Fahrverhalten keine negativen Eigenschaften. Sowohl die Abfahrten über steinige Passagen, als auch schnelle Kurven waren problemlos möglich. Daumen hoch!

6:0 für die Seilspeichen.
Noch ein kleiner Hinweis: Ersatzspeichen kann man als Armband am Handgelenk transportieren -praktisch-.
Ersatzspeichen waren bei unserem Test aber nicht notwendig und wenn man sich das Geflecht anschaut, ist dies vermutlich auch bei weiteren Tests nicht notwendig. 😉